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Thema: Entgrenzung - Alternative für Lebensarchitektur?
ZUSAMMENFASSUNG (Impulsvortrag Berndt Schramm):

• Entgrenzung = eine Veränderung in Raum und Zeit
• Entgrenzung kann bewusst oder unbewusst erfolgen und zwar
sowohl auf der physikalischen wie auf der psychischen Ebene
• Entgrenzung kann als alternative Form der Lebensarchitektur genutzt werden, ist sozusagen ein Gegenentwurf für Menschen, die eine, auf konservativen Werten beruhende Lebensgestaltung bevorzugen, das sogenannte Cocooning (abgeleitet von Kokon=sich verpuppen, einigeln, zurückziehen)
• Besonders in unübersichtlichen, bedrohlichen Zeiten neigen viele Menschen, aber auch Zivilgesellschaften als Ganzes zum Cocooning
• Man könnte dieses Verhalten auch als einen natürlichen Reflex interpretieren, der durch die „Berührung“ mit etwas entsteht, das unbekannt bzw. unangenehm ist (vergleichbar dem Reflex einer Schnecke, die sich bei Berührung in ihr Haus zurückzieht)
• Die dem Cocooning zugrunde liegende Motivation = vor allem Angst, bei Entgrenzung = Offenheit und Mut
• Beide Verhaltensweisen sind zutiefst menschlicher Natur, wobei nur ein entgrenzendes Verhalten für eine nachhaltige Weiterentwicklung bzw. für Fortschritt sorgt (gilt für alles, auch für die Schnecke, die nur weiterkommt bzw. überleben wird, wenn sie ihr Haus wieder verlässt)
• Zu glauben, dass etwas nicht geht, ist eines der größten Hindernisse für Weiterentwicklung bzw. Fortschritt
Dabei ist doch gerade das Überwinden scheinbar unüberwindbarer Probleme eine wichtige Quelle für Ansporn und Ermutigung
• Ein weiteres wichtiges Hindernis: Nicht zu hinterfragen/zu überprüfen
• Ganz allgemein würde ich sagen: jede Erweiterung des Wissens führt gleichzeitig auch zu einer weiteren Entgrenzung
Sinn der Entgrenzung:
Neues Entdecken (physisch und psychisch), das Erweitern der Lebens- und Wirtschaftsräume (Tourismus/Reisen, Globalisierung), Raumfahrt, Kommunikation/Internet
• Entgrenzung auf der geistigen Ebene beginnt mit Selbstfindung. Es ist wie ein Durchreisen der eigenen Innenräume, um herauszufinden, wie diese Räume aussehen und ggf. gestaltet werden sollten, damit man sich darin wohlfühlt.
• Dieser Findungsprozess erfordert ein hohes Maß an Achtsamkeit, Energie und Kreativität
• Ziel ist, eine Vorstellung bzw. Idee zu entwickeln in Bezug auf die Frage, welche Bedürf-nisse habe ich und wie kann ich mein Leben gestalten, um diese Bedürfnisse optimal befriedigen zu können?
• Schließlich führt jede neue Idee zu einer Entgrenzung
• Entgrenzung heißt also vor allem auch, zu hinterfragen, Prägungen und Konditionierungen sowie fremdbestimmte Begrenzungen zu überwinden und mithilfe der Kreativität sich neue Räume zu erschließen.
• Manchmal wirkt Entgrenzung wie ein Ausbruch aus einer Gefängniszelle
• Entscheidend ist immer der individuelle Maßstab, der vorgibt, wo die Grenzen der eigenen Entgrenzung liegen.
• In keinem Fall sollte man aber aus Angst darauf verzichten, etwas so Unvorstellbares zu erleben, wie z.B. die Liebe.

Vorteile einer ICH-bezogenen Entgrenzung:
• Mehr persönliche Freiheit gewinnen
• Weiterentwicklung des Bewusstseins
• Selbstoptimierung (für mehr Selbstwert und Zufriedenheit)
• Förderung der Kreativität
• Wachstum (qualitativ und quantitativ)

Fragestellungen:
• Welche Bedeutung hat Entgrenzung für euch bzw. für eure persönliche Entwicklung?
• Würde es Sinn machen, die Fähigkeit, sich zu entgrenzen, zu trainieren und wenn ja, wie?

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