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Thema: Entwicklung - der Sinn von Sein und Werden?
ZUSAMMENFASSUNG (Impulsvortrag Berndt Schramm):

  • Unter Entwicklung versteht man im Allgemeinen einen Prozess der Entstehung, der Vernderung bzw. Transformation und des Vergehens.
  • Die Entwicklungsabfolge ist immer unumkehrbar.
  • Die wichtigste Voraussetzung fr jede Entwicklung ist a) Zeit b) Raum sowie c) Potenziale, die ber Dynamik bzw. der ihr innewohnenden Energie sowie ber Austausch entwickelt werden. Diese Entwicklung fhrt zu einer Vermehrung der Komplexitt. Mehr Komplexität ist somit immer abhngig von einem stetigen Anwachsen des Faktors Information=Wissen/Erfahrung. Das gilt nicht nur fr biologische Individuen, sondern fr jedes System (diese „entscheiden“ ber eine mgliche Optimierung aufgrund von Ergebnissen (Infos), die sich aus den Wechselwirkungen mit anderen Systemen ergeben. Beispiel: Die Morphogenese = Entstehung der Form >die Entwicklung von Organismen, Organen bzw. biolog. Systemen; Dissipative Strukturen nach Ilya Prigogine – Begriff, der sich auf rumlich/zeitlich geordnete Zustnde bezieht, die sich in ursprnglich homogenen, nicht strukturierten molekularen Systemen ausbilden knnen. Dissipative Strukturen sind stationre Gleichgewichtszustnde, die in offenen Systemen bei stndiger Zufuhr von Stoff und freier Energie entstehen, wobei die Energie im System verteilt wird. Der bergang vom ungeordneten zum geordneten Zustand erfolgt sprunghaft. Prinzipiell ist jedes biologische System im thermodynamischen Sinne eine dissipative Struktur.
  • Ein wesentlicher Teil der Wissenschaft besteht darin, die Entwicklung bzw. die Entstehungsgeschichte (Faktor ZEIT) eines zu untersuchenden Objektes oder eines Ereignisses zu analysieren, um vor allem Antworten auf das WIE + WARUM zu finden. Beispiele: Evolution, Astronomie, Phylogenese = die Entfaltung der Arten spontaner Strukturbildung in nichtlinearen, Phnomene von dynamischen Systemen, Ontogenese = die Entwicklung eines Individuums, von der Empfngnis bis zum Tod Soziokulturelle Evolution = die Entstehung der Gesellschaften.
  • Technik/Wirtschaft >eigene Abteilungen Forschung und Entwicklung
Bezug zum Menschen >dazu ein paar philosophische Aspekte:
  • Der Alterungsprozess ist ein Transformations-Prozess der einerseits zum Abbau der krperlichen Ebene fhrt, andererseits aber ein Wachstum der geistigen Ebene sowie eine Weiterentwicklung des Bewusstsein ermglicht. Leider werden diese Mglichkeiten, die zu einer ußerst positiven Weiterentwicklung lterer Menschen fhren wrden, nur in sehr geringem Maße genutzt.

  • Dazu zhlt auch die Mglichkeit, der aktiven Entgrenzung, d.h. sich befreien von Konditionierungen, die das Aktivieren verdeckter Potenziale be- oder verhindern.

  • Entgrenzungs-Prozesse erfordern immer die Aufnahme neuen Wissens, das verdeckte Zusammenhnge bewusst macht. Beispiel: das Verhalten der meisten Menschen ist gegen ihre eigene „Natur“ gerichtet. Das betrifft nicht nur die persnliche Beziehungsebene, wo sich Partner hufig einem sehr fragwürdigen Anpassungszwang unterwerfen, sondern auch den beruflichen Bereich. Dass sich dieses Verhalten vor allem auf die Gesundheit nachteilig auswirkt und Krankheiten frdert, ist den Menschen meist nicht bewusst + fhrt deshalb immer hufiger zu gesundheitsschdigenden Maßnahmen, wie das unkontrollierte Einnehmen von Medikamenten oder zu einem maßlosen Konsum von Suchtmitteln wie Alkohol.

  • Auch dieses Konsumverhalten ist nichts anderes, als das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses. Die damit zusammenhngenden Vor- und Nachteile sind bekanntlich gut dokumentiert, sodass damit auch jedem, der vor der Entscheidung steht, ob er diese speziellen Konsumerfahrungen fr seine Entwicklung braucht, auch eine optimale Orientierungshilfe zur Verfgung steht.

Entwicklung der Komplexität:

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